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Laut einer neuen Studie der Universität Hongkong (UHK) und der Universität Oxford sind Menschen, die in Stadtzentren wohnen, aktiver als die Bewohner von Vororten. Personen, die in Wohnvierteln innerhalb von Innenstädten leben, leiden grundsätzlich nicht so stark an Fettleibigkeit. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass die Politik die Vorzüge vom Leben in Stadtzentren stärker in den Fokus rücken sollte.

„Wenn wir die Politik davon überzeugen können, dass es der öffentlichen Gesundheit dient, können wir gut geplante Gemeinschaften schaffen und langfristig eine wirkliche Veränderung in Bezug auf die Gesundheit bewirken“, sagte der Koautor der Studie, Chinmoy Sarkar, Assistenzprofessor an der Universität Hongkong, gegenüber der Thomson Reuters Foundation. So sei es möglich, multifunktionelle und attraktive Quartiere zu planen, durch welche die körperliche Aktivität ebenso gefördert wird wie der soziale Austausch. Zudem könne dadurch ein Schutz gegen Verschmutzungen und das Gefühl, nicht in Sicherheit zu leben, errichtet werden.

Je kompakter Städte gebaut sind, desto mehr Strecken können darin zu Fuss zurückgelegt werden. Verdichtete Wohngebiete sind zudem oftmals besser geplant und damit attraktive Orte für soziale Begegnungen.

Indem die Autoren mit der Annahme aufräumen, das Leben in Vorstädten sei aufgrund des grosszügigen Platzangebotes besser, würden sie es nun auch begrüssen, wenn die Politik neue Massnahmen für verdichtete urbane Wohnräume umsetzt. Dazu solle sie eher auf Daten setzen als auf urbane Mythen, wenn es darum geht, funktionierende Städte zu schaffen. es...

Die zehn Einzelwettbewerbe wurden über einen Zeitraum von neun Tagen in Denver im US-Bundesstaat Colorado durchgeführt, bevor die Schweiz zum Sieger des Solar Decathlon gekürt wurde. Sie konnte sechs Wettbewerbe für sich entscheiden: Architektur, Wassermanagement, Gesundheit und Komfort, Leben zu Hause, Energie und ingenieurtechnische Anwendungen. Bei den Geräten wurde die Schweiz Zweiter, in der Kommunikation Dritter. Die Gesamtwertung hat sie mit einem Vorsprung von 50 Punkten für sich entschieden. „So ein grosser Abstand ist selten“, sagte Linda Silverman, Direktorin des Solar Decathlon 2017.

Sich mit dem NeighborHub zu bewerben, war ein Risiko. Die anderen Mannschaften waren mit Einfamilienhäusern angetreten. Das Schweizer Team hat hingegen ein Gemeinschaftsgebäude entworfen, welches jene Gemeinschaft mit seinen Einrichtungen unterstützt. „Das NeighborHub hat durch seine gezeigten innovativen Lösungen und den für die Zusammenarbeit notwendigen Raum das Potenzial, den urbanen Wandel und die Energiewende in der Schweiz zu unterstützen“, hiess es in der Projektbeschreibung. Das Multifunktionsgebäude kann auf sich verändernde Bedürfnisse der Gemeinschaft angepasst werden. „Diese Flexibilität führt dazu, dass das Haus langfristig die Bedürfnisse eines Grossteils seiner Bewohner bedienen wird, während es gleichzeitig nur einen minimalen Platz benötigt und in der Nachbarschaft stark verwurzelt ist“.

Die Schweizer Mannschaft hat aus 250 Studenten bestanden, von denen 44 in Denver anwesend waren. Sie kommen von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HEIA-FR), der Hochschule für Kunst und Design, Genf (HEAD) und der Universität Freiburg. Hinzu kommen 150 Betreuer aus Fachbereichen und der Wissenschaft sowie knapp 50 Sponsoren. es...

Zürich - Zürcher Forschern ist mit einer innovativen Betondachkonstruktion der Praxistext gelungen. Sie haben ein leichtes und flexibles Schalungssystem für Beton entwickelt, das komplexe Strukturen mit geringem Materialaufwand ermöglicht.

Der Prototyp wurde gemäss einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) innerhalb von sechs Monaten gebaut – konkret fand dies im Robotic Fabrication Lab der ETH Zürich statt. Das Betondach wird in Dübendorf ZH Bestandteil des Forschungsgebäudes NEST und hier der Wohneinheit HiLo. NEST ist ein Projekt der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA und der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz EAWAG.

Das Besondere: Aufgespritztem Beton dient als Schalung ein mithilfe komplexer Berechnungen erstelltes Netz aus Stahlseil, auf dem ein Textil aus Polymer liegt. Das soll massiv Material sparen und neue Design-Formen ermöglichen. Zudem kann theoretisch bereits während des Betonierens im Gebäudeinneren gearbeitet werden.

Erdacht wurde die Konstruktion von Forschern der Block Research Group unter der Leitung von Philippe Block, Professor für Architektur und Tragwerk, und Dr. Tom Van Mele zusammen mit dem Architekturbüro supermanoeuvre. Zahlreiche Industriepartner wurden miteinbezogen.

Der inzwischen wieder zurückgebaute Prototyp stellte ein selbsttragendes und doppelt gekrümmtes Schalendach dar. Heiz- und Kühlschlangen liegen bei diesem Konzept auf einer inneren Betonschicht, auf einer äusseren werden Dünnschicht-Solarzellen angebracht. 2018 soll das Dach mit seinen beliebig häufig wiederverwendbaren Komponenten in rund zehn Wochen auf dem NEST-Gebäude aufgebaut werden. yvh...

Paris - Die Energieeffizienz wird weltweit in Gebäuden ständig erhöht. Doch noch ist nicht das gesamte Potenzial ausgeschöpft worden. Dies geht aus einem neuen Bericht der Internationalen Energieagentur hervor....

Bloomberg erklärt, dass das neue Gebäude ein „herausragendes“ Ergebnis durch die jüngste BREEAM-Nachhaltigkeitsbewertungsmethode erhalten habe. Dadurch werde ein neuer Standard beim Entwurf von Büros gesetzt. Innovative Systeme für Energie, Beleuchtung, Wasser und die Klimaanlage führen in dem von Foster+Partners entworfenen Gebäude zu einem um 73 Prozent reduzierten Wasser- und um 35 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich mit herkömmlichen Bürogebäuden.

Besonders auffällig sind die integrierten Deckenvertäfelungen in Form eines Blumenblattes. In ihnen versteckt sich die notwendige Technologie für die Temperatursteuerung, die Beleuchtung und die Akustik. Durch insgesamt 500.000 LEDs wird für die Beleuchtung 40 Prozent weniger Energie als bei herkömmlichen Beleuchtungssystemen genutzt.

Durch die eingesetzte Kraft-Wärme-Kopplung sollen zudem jährlich 500 bis 700 Tonnen CO2 eingespart werden. Durch die Wassereinsparungssysteme sollen jährlich 25 Millionen Liter Wasser gespart werden, das würde für zehn Olympische Schwimmbecken ausreichen. Steuerbare Öffnungen in der Fassade übernehmen die Funktion einer natürlichen Klimaanlage.

„Was bei dem Bloomberg-Gebäude einzigartig ist, ist der kompromisslose Fokus auf Innovation und der ganzheitliche Ansatz bei der nachhaltigen Gestaltung und dem Bau“, heisst es von Alan Yates, technischer Direktor bei der BRE Global Sustainibility Group. „Solche Projekte sind wirklich wichtig, damit die Branche zu Experimenten ermutigt wird.“

Mit dem neuen Sitz in London verfügt Bloomberg weltweit über 34 Projekte, die nach LEED oder BREEAM zertifiziert worden sind. Bis Ende 2017 sollen 70 Prozent der 19.000 Angestellten von Bloomberg in einem Büro sitzen, welches über ein Umweltschutzzertifikat verfügt. es ...

Die Stadtbevölkerung soll bis 2050 auf 66 Prozent der Weltbevölkerung anwachsen. Die Herausforderung der Urbanisierung wird durch die Globalisierung, das Internet der Dinge, den Klimawandel und einem wachsenden Bedarf nach Hochtechnologielösungen noch grösser. Dadurch stehen Behörden und Stadtplaner unter wachsendem Druck, Hürden für eine erfolgreiche Urbanisierung zu erkennen.

Eine Möglichkeit ist dabei die Schaffung von virtuellen Städten beziehungsweise digitalen Duplikaten. „Das 3D-Modell erlaubt Anwendern, das wahre Ausmass von Städten zu erfassen, Gebäude, Strassen, Plätze und Wohnviertel abzubilden. Es ermöglicht zudem, Infrastruktursysteme wie Energie, Wasser, Verkehr, Gesundheitsversorgung, Bildung und Kommunikation darzustellen“, erläutert Alexander Parilusyan, Vizepräsident Worldwide Smart Cities bei der französischen Softwarefirma Dassault Systèmes. „Es ist, als würde man in eine Kristallkugel schauen und erkennen, wie die Handlungen der Bewohner die Zukunft einer Stadt beeinflussen.“

Singapur nutzt aktuell eine Software von Dassault Systèmes, 3DEXPERIENCECity, um ein 3D-Modell der Stadt zu entwickeln. Die Software nutzt Bilder und geometrische, raumplanerische und topologische Daten, die von Behörden stammen, sowie Echtzeitdaten über die Demographie, Bewegungen und das Klima.

Das Ziel besteht darin, umfassende visuelle Modelle und massstabsgetreue Simulationen von Singapur zu entwickeln, um digital den Einfluss der Urbanisierung zu untersuchen und Lösungen zu finden, durch welche alle Bereiche einer Stadt verbessert werden können. Das virtuelle Singapur soll im kommenden Jahr fertig erstellt sein.

„Indem wir unsere Städte virtuell darstellen, haben wir die Möglichkeit, eine effiziente und nachhaltige Realität mit vielen Möglichkeiten zu schaffen“, erklärt Parilusyan. es...

Das dreijährige Projekt ist vom Global Footprint Network und vier portugiesischen Partnern gegründet worden. Dabei handelt es sich um die Nichtregierungsorganisation ZERO-Associacão Sistema Terrestre Sustentável und die Universitäten aus Aveiro, Coimbra und Porto.

Während des ersten Jahres des Projekts werden die ökologischen Fussabdrücke und Biokapazitäten der sechs Teilnehmerstädte Almada, Bragança, Castelo Branco, Guimarães, Lagoa und Vila Nova de Gaia gemessen, um Ausgangswerte zu definieren.

Mit dem ökologischen Fussabdruck wird der Bedarf einer Stadt an natürlichen Ressourcen und CO2-Abscheidung festgehalten. Die Biokapazitäten bezeichnen die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen einer Stadt, mit denen dieser Bedarf bedient werden kann. Laut einer Mitteilung über den Beginn des Projekts werden diese Daten genutzt, um Richtlinien für die Nachhaltigkeitspolitik der teilnehmenden Städte zu verfassen.

Im zweiten Jahr werden die fünf Partner Berechnungsmodelle für die Städte entwickeln. Diese sollen den Einwohnern ermöglichen, ihren persönlichen ökologischen Fussabdruck zu messen. Auf dieser Basis sollen Seminare und Gesprächsrunden durchgeführt werden, bei denen auf lokaler Ebene die Ergebnisse sowie entsprechende Massnahmen besprochen werden – auch für die Politik.

Im letzten Jahr werden die Partner alternative Optionen für die Zuteilung von Staatsmitteln für die sechs Städte auf Basis von deren ökologischem Fussabdruck und den Biokapazitäten vorschlagen.

Die Projektpartner sind davon überzeugt, dass die Zuteilung von Staatsmitteln den Umweltschutz massgeblich beeinflussen kann. „Und darüber hinaus werden die Massnahmen und Anstrengungen der Gemeinden, um ihren Fussabruck zu reduzieren, belohnt“, heisst es von ZERO-Präsident Francisco Ferreira.

Das Projekt wird im Januar 2018 beginnen. es...

Brüssel - Die Europäische Kommission möchte die Nachhaltigkeit im Bauwesen fördern. Dazu hat sie ein Instrument für die Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsleistung von Gebäuden verabschiedet....

Das Montparnasse-Hochhaus ist dafür berüchtigt, das am meisten gehasste Gebäude in Paris zu sein. Doch dank einen kühnen Entwurfs soll das 210 Meter hohe Gebäude mit seinen 59 Stockwerken bald eine Fassade erhalten, die das Hochhaus zu einer „Ikone der Energierevolution des 21. Jahrhunderts“ machen soll.

Wie es bei ArchDaily heisst, hat das Architektenkonsortium Nouvelle AOM im Finale des Wettbewerbs Studio Gang hinter sich gelassen. Die Jury hob bei dem siegreichen Entwurf die „kraftvolle, dynamische und kühne neue Identität“ hervor. Teil des Entwurfs ist eine Fassade, die auf den unteren Stockwerken mit Pflanzen bewachsen ist. Die schwere, undurchsichtige Fassade der oberen Stockwerke wird durch eine leichte, transparente ersetzt.

„Das Konzept von Nouvelle AOM fängt auf perfekte Weise den Geist des 21. Jahrhunderts ein. Der Turm erhält dadurch eine abwechslungsreiche Identität, bei der neue attraktive Nutzungsmöglichkeiten gegeben sind. Der Turm wird dem Montparnasse-Viertel neues Leben einhauchen“, erklärte die Jury.

Jean-Louis Missika, für die Raumplanung zuständiger stellvertretender Bürgermeister von Paris, lobte die Sieger ebenfalls: „Das Projekt von Nouvelle AOM passt hervorragend zu unserer architektonischen Vision und ist eindeutig auf die Anwendung fokussiert, umweltschonend und vorbildhaft bei der Energieeffizienz.“

Das 300-Millionen-Euro-Projekt wird vollständig von den Besitzern des Gebäudes finanziert und soll bis zu den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 fertiggestellt sein. es...

Weltweit wachsen die Städte. Sowohl Menschen als auch Kapital wandern in urbane Zentren. Damit diese Entwicklung zu gut geplanten, integrierenden und widerstandsfähigen Städten führt, brauchen Nationalstaaten eine eigene Urbanisierungspolitik.

UN-Habitat, das Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, definiert eine nationale Urbanisierungspolitik als abgestimmte Entscheidungen, die von Regierungen eingeführt werden und koordiniert werden. Dabei sollen Akteure aus verschiedenen Bereichen einbezogen werden, damit gemeinsame Visionen und Ziele definiert werden, durch welche eine verändernde, produktive, integrierende und widerstandsfähige urbane Entwicklung langfristig gesichert werden kann.

2016 haben UN-Habitat, die OECD und das in Brüssel ansässige Netzwerk Cities Alliance gemeinsam das National Urban Policy Programme lanciert. Dadurch soll für die Hälfte der weltweiten Länder bis 2025 eine eigene Urbanisierungspolitik ermöglicht werden. Bislang weist nur ein Drittel der Staaten ein solches auf, wie es bei Citiscope heisst.

Anstelle einer hierarchischen Urbanisierungspolitik, wie sie vor 30, 40 Jahren praktiziert wurde, sollen heute die Zivilbevölkerung, lokale Regierungen, die Wissenschaft und weitere Experten zusammengebracht werden, damit Alltagsprobleme wie die Wohnraumsituation, der Verkehr, Umweltschutz und die Ausbreitung urbaner Zentren berücksichtigt werden.

Damit Städte in die richtige Position gebracht werden, brauchen Nationalstaaten eine entsprechende Politik, sagte OECD-Generalsekretär Ángel Gurria. es...

Bern - Die Gebäude der Schweiz verbrauchen fast die Hälfte der Gesamtenergie des Landes, erläutert Stefan Cadosch, Präsident des Schweizerischen Architekten- und Ingenieursverbands, im Interview. Der Bedarf liesse sich halbieren....

New York - New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hat einen Plan für den Klimaschutz vorgestellt. Demnach sollen 14.500 der am wenigsten effizienten Gebäude der Stadt energieeffizienter gemacht werden.

Das „ambitionierteste Programm seiner Art im ganzen Land“ soll die Eigentümer von 14.500 der am wenigsten effizienten Gebäude der Stadt, die eine Oberfläche von mindestens 2300 Quadratmetern aufweisen, anhalten, deutliche Reduktionen bei den Treibhausgasemissionen vorzunehmen. Die Massnahmen umfassen die Modernisierung von Wasserboilern, Dächern und Fenstern, wie das Büro des Bürgermeisters mitgeteilt hat. Die Eigentümer haben für die Umsetzung bis 2030 Zeit, sonst drohen ihnen empfindliche Strafen.

„Wir kämpfen gegen die Zeit“, sagte Bürgermeister de Blasio bei der Vorstellung am Donnerstag. „Wir müssen die Abhängigkeit unserer Gebäude von fossilen Energiequellen hier und jetzt beenden.“ Er ergänzte, dass der Plan helfen werde, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu respektieren.

Um die Besitzer unter Druck zu setzen, werden vom Gesetzgeber jährlich wiederkehrende Strafen angedroht. Diese steigen mit der Grösse und der Anzahl der Gebäude, welche die Vorgaben bezüglich der Verwendung fossiler Energie überschreiten, erklärte das Büro des Bürgermeisters.

Beispielsweise müsste bei einem Wolkenkratzer mit einer Oberfläche von 158.000 Quadratmetern wie dem ikonischen Chrysler Building eine jährliche Strafe von 2 Millionen Dollar gezahlt werden, wenn dessen Energieverbrauch deutlich über den von der Stadt vorgegebenen Effizienzzielen liegt.

Die neuen Ziele sollen die stadtweiten Treibhausgasemissionen bis 2035 um 7 Prozent reduzieren. Durch die Nachrüstungen sollen zudem 17.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. es...

New York - Nationalregierungen haben in der vergangenen Woche verdeutlicht, dass sie nicht an einer neuen UNO-Behörde interessiert sind. Diese sollte die weltweite Massnahmen zur nachhaltigen Urbanisierung koordinieren.

Vertreter von Regierungen, UNO-Einrichtungen und Städten haben sich in der vergangenen Woche in New York versammelt, um die New Urban Agenda zu diskutieren. Bei dem Treffen im Rahmen der UNO-Generalversammlung stand zudem die Reform des UNO-Siedlungsprogramms UN-Habitat auf der Tagesordnung. Zu Eröffnung warnte die stellvertretende UNO-Generalsekretärin Amina Mohammed, dass die bisherigen Massnahmen der UNO nicht ausreichend sind. Die UNO müsse daher sicherstellen, dass ihre Partner ihre Bemühungen in urbanen Gegenden verstärken.

Laut Mohammed soll dazu das Siedlungsprogramm UN-Habitat reformiert werden. Dessen Zukunft wurde im vergangenen Jahr bei der Konferenz Habitat III in Frage gestellt, bei welcher auch die New Urban Agenda verabschiedet wurde. Im August hat die UNO dazu einen Vorschlag namens UN Urban vorgestellt. Dabei soll eine neue Behörde gegründet werden, wie es bei Citiscope seinerzeit hiess. Diese Behörde soll sich darum bemühen, Städte in den Fokus der unterschiedlichen UNO-Behörden zu rücken. UN-Habitat würde hingegen grundsätzliche Rahmenbedingungen festlegen.

Aber laut Gregory Scuggs von Citiscope waren die Nationalregierungen nahezu einstimmig gegen den Vorschlag. Finanzierung, Struktur, Ausrichtung und Notwendigkeit wurden dabei als Gründe angeführt. Entscheidungen wurden bei dem Treffen jedoch noch nicht getroffen. Laut eines Diplomaten wird dies frühestens im April der Fall sein. Führende Offizielle der UNO wie Generalsekretär António Guterres unterstützen das Konzept. es...

Zürich - Mit Beginn des neuen Jahres werden in Siedlungsräumen im Kanton Zürich die Gewässerräume festgelegt. Zum Schutz von Gewässern wird dabei ein Uferstreifen definiert, auf dem Einschränkungen für Baumassnahmen gelten.

Insgesamt sind 40 Gemeinden von der Festlegung der Gewässerräume betroffen, darunter auch die Städte Zürich und Winterthur. Die übrigen Städte und Gemeinden folgen 2019 und 2020. Ausserhalb der Siedlungsgebiete und am Zürichsee werden die Gewässerräume erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt, wie der Kanton Zürich in einer Medienmitteilung erklärt.

Die Festlegung der Gewässerräume basiert auf dem 2011 revidierten Gewässerschutzgesetz des Bundes. Zum Schutz von Flüssen, Bächen und Seen wurden dabei Bemessungsgrundlagen und Mindestbreiten definiert. Auf dieser Grundlage wird nun ein Streifen Land am Ufer der Gewässer festgelegt, auf dem es Einschränkungen hinsichtlich von Bauten und Anlagen sowie bei der Bewirtschaftung von Gärten gibt. Bislang galten bereits Abstandvorschriften, die nun von den Gewässerräumen ersetzt werden. Laut des Kantons werden die geschützten Streifen Land bei drei Viertel der Fliessgewässer im Kanton aber meist nicht breiter werden als dies bisher bereits der Fall war.

Durch die Gewässerräume soll der notwendige Raum für Natur- und Landschaftsschutzmassnahmen gewährleistet werden. Die Erholung der Bevölkerung, die Nutzung der Gewässer – beispielsweise für die Wasserkraft – und auch der Schutz vor Hochwasser und einer Verunreinigung der Gewässer sind weitere Vorteile. jh  ...

Seoul - Wissenschaftler an der ETH Zürich und am Karlsruher Institut für Technologie testen einen Baustoff aus dem Wurzelwerk von Pilzen. Eine daraus gebaute Struktur ist derzeit bei der Seoul Biennale of Architecture and Urbanism zu sehen.

Ressourcen für herkömmliche Baustoffe sind endlich. So ist in manchen Regionen nur noch wenig Sand vorhanden – ein wichtiger Zuschlagstoff für Beton. Stahlbeton macht zudem viele Länder von Importen abhängig. Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und am deutschen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) testen deswegen einen nachhaltigen Baustoff, der nachwachsen kann.

Der Hauptbestandteil ihres Baustoffs ist Myzelium, das Wurzelwerk von Pilzen. Dabei handelt es sich laut einer Mitteilung um ein schnell wachsendes, feines Geflecht aus fadenförmigen Zellen. Dem Pilzgewebe mischen die Forscher Holzspänen oder andere pflanzliche Abfälle bei. Die Masse lässt sich in fast jede Form füllen. Dort wird sie zunächst einige Tage verdichtet. Dann wird sie getrocknet, um das Wachstum zu stoppen und Pilze abzutöten.

Die als Ergebnis einstehenden leichten Bausteine isolieren gut. Damit ihre Druck- und Zugbelastbarkeit erhöht wird, nutzen Forscher Methoden der grafischen Statik, bei der statische Aufgaben zeichnerisch gelöst werden. Dadurch wird die gezielte Gestaltung von geometrischen Formen und eines inneren Kraftflusses möglich.

„Nachwachsende Baustoffe erhalten so das Potenzial, konventionelle Materialien in vielen architektonischen Strukturen zu ersetzen“, erklärt Dirk E. Hebel, Assistenzprofessor an der ETH.

Die Forscher haben nun eine Struktur aus Pilzmyzelium und Bambus entworfen, um zu zeigen, wie die Gesellschaft statt Materialien aus dem Bergbau, selbst angepflanzte Materialen für das städtische Wachstum verwenden kann. Die Struktur kann noch bis zum 5. November im Rahmen der Seoul Biennale of Architecture and Urbanism in Korea besichtigt werden. ssp...

Houston - Die texanische Stadt Houston war lange Zeit eine der am schnellsten wachsenden Städte in den USA – auch dank großzügiger Bauvorschriften. Doch die sogenannten Jahrhundertunwetter werden immer häufiger und fordern immer mehr Opfer.

Houston ist stolz auf die Bezeichnung „City ohne Beschränkungen“. Und das rächt sich jetzt, wie die Folgen des Hurrikans und Tropensturms Harvey zeigen. Die viertgrösste Stadt der Vereinigten Staaten ist zügellos gewachsen. Es gibt kein Bauzonensystem mit Ausweisung von Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen. Besonders letztere fehlen als Aufnahmeflächen für Regenwasser und haben dazu geführt, dass asphaltierte Straßen zu reißenden Flüssen wurden und weite Stadtviertel überschwemmten.

Houston ist nicht vorbereitet

In den Harvey-Tagen sind 127 Liter pro Quadratmeter auf die Stadt am Golf von Mexiko gefallen. Von dem ist sie nur durch die beiden langgezogenen Inseln Galveston und Goat Island getrennt. 35 Menschen sind durch Harvey ums Leben gekommen, es könnten noch mehr werden, wenn überflutete Häuser erst zugänglich werden.

„Houston ist nicht dafür gemacht, mit solchen Regenfällen fertigzuwerden“, sagt Sam Brody, Professor für Stadtplanung an der Texas A&M University. „Das Sturm-Wasser-System ist niemals darauf ausgerichtet worden, mehr aufzufangen als ein starkes Nachmittagsgewitter.“

Stadt ohne Grenzen

Die Stadt ohne strenge Bauvorschriften – „City with no limits“ – versucht das Wachstum nur indirekt zu kontrollieren. Es gibt schon Vorschriften, dass anstelle eines Wohnhauses vom neuen Besitzer keine Fabrik gebaut werden darf. Auch gibt es Planungen über Parzellengröße und Parkplatzflächen. Aber die Großstadt ist auf weitem Gebiet gebaut und hat selbst nahe dem Zentrum den Charakter von Vorortsiedlungen, wo ohne das Auto nichts geht. Und das führt zu tausenden Kilometern von Straßen, die durch Harvey zu Flüssen wurden.

Der Wilde Westen

Eine richtige Stadtplanung mit einem Zonierungssystem haben die Wähler in Houston in Volksabstimmungen immer wieder abgelehnt. „Houston ist der Wilde Westen der Entwicklung, sodass allein die Erwähnung des Wortes Regulierung bei den Leuten Abwehrreaktionen hervorruft. Denn sie sehen das als Beschneidung ihrer Eigentümerrechte und als Bremse für das wirtschaftliche Wachstum“, stellt Stadtplaner Brody fest.

Houstons Bürgermeister Sylvester Turner sieht im Fehlern solcher Stadtplanung kein Problem. Andere Städte wie Atlanta und Los Angeles hätten das und müssten ebenfalls chaotisches Wachsen ohne Rücksicht auf Planungsbemühungen hinnehmen. „Zonierung hätte nichts geändert“, sagte Turner. „Wir wären dann eben eine zonierte Stadt, die überflutet worden ist.“  

Die Einwohnerzahl ist zwischen 1995 und 2015 um 25 Prozent gestiegen, wie der US Census ermittelt hat. Harris County, westlich des Zentrums, wuchs um 42 Prozent. In Houston leben 2,8 Millionen Menschen, in Greater Houston sind es mehr als sechs Millionen.

In den vergangenen sieben Jahren sind 7000 Wohn- und Appartementhäuser gebaut worden – und das auf Land, das die US-Regierung eigentlich für die nächsten 100 Jahre als Brachland für die Aufnahme von Regenwasser freihalten wollte.  

Nur wenig Versicherte

Schon früher litt Houston unter Starkregen. Im vergangenen Jahr wurden 1000 Häuser überflutet, acht Menschen starben, es entstand Schaden von 5 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro / 4,8 Milliarden Franken). 2015 starben sieben Menschen bei einem Sturm, der 30 Zentimeter Regen in zehn Stunden brachte. Die Stadt hat im Januar 10 Millionen Dollar zur Verbesserung der Abflüsse bereitgestellt – ein Tropfen in einem Eimer, wie man in Houston sagt.

Bezahlen müssen auch die Einwohner. Nur 16 Prozent haben Verträge beim Nationalen Flut-Versicherungsprogramm. Diese Bundesbehörde bietet als einzige in den USA Hochwasserversicherungen an. Für 660 Dollar durchschnittlich pro Jahr. Die anderen hoffen auf Präsident Trumps Versprechen, dass ihnen der Staat helfen werde.

John Dyer, Boston...

Mineral Carbon International (MCI) hat die Pilotanlage vergangene Woche am australischen Newcastle Institute for Energy and Resources der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Anlage nutzt das CO2, welches das Unternehmen Orica bei der Förderung von Mineralien auf der nahegelegenen Insel Kooragang abscheidet. Das CO2 wandelt MCI in feste Karbonate um. Damit werde der natürliche Prozess nachgeahmt und beschleunigt, durch welchen nach einem Zeitraum von mehreren Millionen Jahren bekannte Gesteinsarten entstehen.

Mit der Technologie könnte der ökologische Fussabdruck von Baumaterialen deutlich verringert werden, heisst es. „Sowohl Karbonate als auch das Nebenprodukt Kieselsäure haben das Potenzial, bei Baumaterialien wie Beton oder Gipskartonplatten genutzt zu werden“, erklärt die Universität Newcastle. Laut Jez Smith, Forschungsleiter bei Orica, könnte die Technologie künftig sogar helfen, den CO2-Ausstoss von kompletten Versorgungsketten zu reduzieren.

MCI will 20.000 bis 50.000 Tonnen gebundene Materialen herstellen. Die dafür nötige Produktionsanlage soll bis 2020 fertiggestellt sein, wie die Zeitung „The Guardian“ berichtet. Die Produktion werde sich laut der Firma auch wirtschaftlich gesehen lohnen.

„Es gibt eine grosse Nachfrage nach grünen Baumaterialien“, erklärt Marcus Dawe, CEO von MCI. „Unsere Technologie hilft, verschiedene Bereiche wie die Betonproduktion, die Stahlproduktion oder die chemische Produktion zu dekarbonisieren.” es...

29.08.2017

Schlieren ZH - Mit einem Festakt im Beisein von Bundespräsidentin Doris Leuthard hat der Bau der Limmattalbahn offiziell begonnen. Die erste Etappe soll 2019 in Betrieb genommen werden. Sie verbindet Altstetten Farbhof mit Schlieren Geissweid.

Einer Mitteilung der Limmattalbahn AG zufolge soll die Linie 2 der VBZ nach den Sommerferien 2019 bis Schlieren auf den Gleisen der Limmattahlbahn verkehren. Der Baubeginn für die zweite Etappe von Schlieren bis Killwangen ist für den Herbst 2019 vorgesehen. 

Bei der feierlichen Eröffnung der Bauarbeiten für die erste Etappe wies Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard auf die Bedeutung der Limmattalbahn als einem „exemplarischen Verkehrsprojekt für die Schweiz“ hin, da die Bahn „Gemeinden und Agglomerationen über kantonale Grenzen hinweg verbinde“, heisst es in der Mitteilung. Auch der Aargauer Regierungsrat und Landammann Stephan Attiger bezeichnete die Limmattahlbahn als ein „Schlüsselprojekt im gemeinsamen Agglomerationsprogramm der Kantone Zürich und Aargau“. Die Zürcher Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hob „das ausgewogene Zusammenspiel von öffentlichem Verkehr, Strassenverkehr und Langsamverkehr“ hervor. ...

Dübendorf ZH - Im Forschungsgebäude NEST der Empa wurde eine innovative Wellnessanlage in Betrieb genommen. Sie wird alleine durch Sonnenenergie und dem sportlichen Beitrag der Nutzer eines Fitnessraums betrieben. Die Anlage gilt als eine Weltneuheit.

Am 24. August ist die neue Wellnessanlage im Forschungsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Betrieb gegangen. Im durchgängig offenen Raum schweben drei Ellipsoiden von der Decke. In diesen befinden sich zwei Saunas und ein Dampfbad. Unter den Wellnessmodulen sind Fitnessgeräte zum Trainieren installiert. Betrieben wird der Wellnessbereich vor allem durch Solarstrom. Dieser stammt aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade des Gebäudes. Als zweite Energiequelle trägt auch der sportliche Beitrag der Nutzer der Fitnessgeräte zum Betrieb der Wellnessanlage bei.

Neben dem Betrieb mit erneuerbaren Energien weist die Wellnessanlage auch eine hohe Energieeffizienz auf. Normalerweise würde eine solche Anlage den Angaben der Empa zufolge 120.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verschlingen. Dank mehreren innovativen Effizienzmassnahmen soll der Stromverbrauch nun auf rund 20.000 Kilowattstunden gesenkt werden. Zu diesen Massnahmen gehört der Einsatz einer Hochtemperatur-CO2-Wärmepumpe der Firma Scheco, die Temperaturen von bis zu 130 Grad erzeugen kann. Für den effizienten Betrieb muss die Wärme über einen möglichst grossen Temperaturbereich genutzt werden. Bei der Empa werden 120 Grad für die finnische Sauna, 90 Grad für den Dampferzeuger im Dampfbad, 70 Grad  für die Biosauna und schliesslich 50 Grad  beziehungsweise 30 Grad für die Duschen und die Heizung eingesetzt. Die Pumpe kann den Stromverbrauch um zwei Drittel reduzieren.

Im NEST-Gebäude in Dübendorf arbeiten und leben Wissenschaftler. Sie können dort neue Lösungen unter realen Bedingungen erproben. Die Wellnessanlage gilt als ein Meilenstein in der Gebäudetechnik. So wurde ihre Realisierung auch vom Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverband suissetec unterstützt. ssp...

London - San Francisco liegt an der Spitze einer Wertung der weltweit führenden Hochtechnologiestädte und dominiert fast jede Kategorie. Vier chinesische Städte schaffen es unter die Top 25. Dazu gehört auch Peking, welches seit dem vergangenen Jahr um 15 Plätze geklettert ist.

Städte, die auf moderne Technologie setzen und dadurch Gelegenheiten für die Entwicklung weitere Technologie schaffen, werden in der Zukunft florieren, wenn die Weltbevölkerung zunehmend in Städte zieht, heisst es bei Business Insider.

Die Wirtschaftsnachrichtenseite hat eine Zusammenarbeit mit 2thinknow vereinbart, einer Forschungsfirma, die auf die Analyse innovativer Städte spezialisiert ist. Als Ergebnis ist die Rangliste der weltweit führenden Hochtechnologiestädte entstanden. 85 Städte sind dafür nach Aspekten wie dem technologischen Fortschritt, der Anzahl der Patente pro Einwohner, Jungunternehmen und Investoren sowie dem Gebrauch von Smartphones bewertet worden.

Die Top 25 finden sich in Asien (neun Städte), Europa (sechs Städte) und Nordamerika (zehn Städte). Städte aus Afrika oder Ozeanien kommen dort nicht vor, obwohl Melbourne kürzlich erst von der Economist Intelligence Unit zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt wurde.

Das in Nachbarschaft zum Silicon Valley gelegene San Francisco führt die Liste wenig überraschend an. Die Stadt hat fast jede Rubrik dominiert. Mit einer umfangreichen Jungunternehmerkultur, der Investorenszene und dem dichten Netz von Designern und Programmierern konnte sie belegen, dass das Silicon Valley den Standard im Technologiebereich setzt.

Die am besten bewertete asiatische Stadt war Seoul aus Südkorea, die laut 2thinknow mehr Patente angemeldet hat als jede andere Stadt. Die am höchsten eingestufte europäische Stadt ist London, das mit seinem gut ausgebauten öffentlichen Transportsystem und einer hohen Anzahl an Jungunternehmen und Programmieren punkten konnte.

Vier chinesische Städte haben es in die Top 25 geschafft: Peking (16.), Schanghai (17.), Shenzhen (20.) und Hongkong (22.). Viele der chinesischen Hochtechnologiestädte konnten mit Patenten und Investorenkapital überzeugen, wie es in dem Artikel heisst. es...